Aff un zo: „Kölscher Hengst“ will Hamburg erobern

(Hamburg/Düsseldorf)  Der Countdown für das IDEE 152. Deutsche Derby (650.000 Euro) läuft auf Hochtouren. Exakt fünf Wochen vor dem großen Höhepunkt der deutschen Galoppsaison und des vier Top-Renntage umfassenden IDEE Derby-Meetings (30.6.-4.7.) auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn stand am Sonntag in Düsseldorf mit der Torquator Tasso-Trophy – Grafenberger Derby Trial (benannt nach dem Derby-Zweiten von 2020) ein weiteres wichtiges Qualifikationsrennen auf dem Programm. In diesem mit 15.000 Euro ausgestatteten Listenrennen über die Distanz von 2.200 Meter gab der im Besitz des Kölners Holger Renz stehende Aff un zo eine Gala-Vorstellung.

Der von Markus Klug in Köln-Heumar im Traditionsgestüt Röttgen vorbereitete dreijährige Hengst sicherte sich die 8.000 Euro Siegprämie in beeindruckender Manier. Wie ein Pferd, dem die 200 Meter längere Strecke im Rennen des Jahres sogar noch mehr liegen dürfte, startete der wie fast alle Pferde seines Eigners mit einem kölschen Namen versehene Aff un zo (auf Hochdeutsch: Ab und zu) eine große Aufholjagd. Von einem der letzten Plätze ließ der Mitfavorit (Quote 5,7:1) mit dem aus Holland stammenden Klassejockey Adrie de Vries die ebenfalls stark gewetteten Sisfahan (Andrasch Starke) und Elegant Maximus (Martin Seidl) leicht mit eineinviertel Längen hinter sich und feierte beim siebten Start seinen zweiten Treffer.

Gerade einmal 13.000 Euro hatte Aff un zo, den sein Besitzer selbst ausgesucht hatte, als Jährling bei der BBAG-Auktion in Baden-Baden gekostet. Jetzt ist er einer Top-Hoffnungsträger für das IDEE 152. Deutsche Derby. Besitzer Holger Renz: „Ich denke, dass in diesem Jahr im Derby vielleicht sogar 20 Pferde laufen werden. Daher habe ich das Engagement von Adrie de Vries im Derby schon einmal leicht festgemacht. Aff un zo erinnert mich an Schabau, ein früheres Pferd von mir. Er war damals nicht für das Derby genannt, war aber vom Typ her sehr ähnlich.“

Siegreiter Adrie de Vries in einem ersten Statement: „Aff un zo kam etwas schwerfällig ins Rennen. Ich habe ihn am Ende des Feldes in Ruhe galoppieren lassen. Den Berg hoch habe ich seinen „Tank“ gewissermaßen noch einmal aufgefüllt. Als ich ihn auf der Zielgeraden außen eingesetzt habe, hat er unheimlichen Speed gezeigt. Ein tolles Pferd. Schon sein Sieg zuvor in Köln hatte sehr gut ausgesehen. Ich hatte heute etwas Bedenken, da die Bahn in Düsseldorf etwas speziell ist, aber er kam damit gut klar. Ein Pferd, das so relaxed galoppiert und einen solchen Endspurt zeigt, hat im Derby eine reelle Chance.“

Trainer Markus Klug, der bisher mit Sea The Moon, Windstoß und Weltstar drei Derbysieger stellte, ergänzte: „Ich gehe davon aus, dass wir mit Aff un zo nun direkt ins Derby gehen werden. Er hat nun ein Listenrennen gewonnen, da gibt es vom Rating keine Diskussion wegen der Qualifikation. Routine besitzt er genug.“

Sibylle Vogt sorgt für klassische Premiere

Das bedeutendste Rennen des Tages, den ersten Klassiker der Saison, gewann zum ersten Mal in der 101 jährigen Geschichte eine Frau: Deutschlands beste Rennreiterin Sibylle Vogt dominierte mit Gestüt Brümmerhofs Novemba aus dem Kölner Stall von Peter Schiergen als 11,7:1-Außenseiterin in den WEMPE 101. German 1.000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m) früh mit siebeneinhalb Längen Vorsprung. Die für Dubai-Herrscher Scheich Mohammed aufgebotene Französin Sky Angel eroberte Platz zwei vor Belcarra. Novemba besitzt eine Nennung für den Sparkasse Holstein-Cup am 4. Juli in Hamburg. 

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Aff und zo - hier in Köln - heißt der Sieger des Grafenberg-Trials in Düsseldorf, der auch zum IDEE 152. Deutschen Derby nach Hamburg will. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)
andreas.kerstan@pegamo-networks.de | Pegamo Pressecenter Aff und zo – hier in Köln – heißt der Sieger des Grafenberg-Trials in Düsseldorf, der auch zum IDEE 152. Deutschen Derby nach Hamburg will. (Foto: Galoppfoto/ Sorge)

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